Berufsbildende Schule Bingen



Im Haus der Sinne in Wiesbaden

Am 24.02.2012 gegen 9 Uhr trafen sich die Schüler der FAS 11 (Fackkräfte für Automatenservice) mit ihren Lehrerinnen Martina Habig und Isabel Cremer vor der Einfahrt, um gemeinsam  das Haus der Sinne zu betreten.

Als wir den Eintritt bezahlt hatten, ging die Führung mit einem netten, halb englisch halb irischem, Führer los.

Im Eingangsbereich stand eine riesige Klangschale mit Wasser gefüllt und zwei eckigen Griffen. Sie war auf einem gepolsterten Holzgestell aufgebahrt, das quadratische Löcher hatte.

Zunächst sollten wir erklären, was wir persönlich sehen. Schale, Wassergefäß oder Löschwasser für den benachbarten Kamin waren die Antworten. Adrian, der Führer, tauchte anschließend seine Hände ins Wasser und massierte sanft die eckigen Griffe, worauf das Wasser anfing zu vibrieren und einen dunklen Ton dabei erzeugte. Wir durften abwechselnd unsere Nasenspitzen an den Klangkörper halten um selbst zu fühlen, wie durch diese sanfte Berührung die Energie freigesetzt wurde.

Nach dieser imposanten Vorführung, bei der wir am Ende auch selbst Hand anlegen durften, gingen wir mit Adrian in den großen Außenbereich, um dort noch einige interessante Exponate von vielen zu erleben.

Der zweite Stopp war bei einem großen, ca. 5 Meter hohen, hölzernen Dreibein, das einen 187 kg schweren Stein trug. Wir machten dort Experimente mit unserem sechsten Sinn, wobei wir verblüfft feststellten, dass jeder in dem Moment, an dem der schwingende Stein auf uns zukam, die Augen öffnete, um so der herannahenden Gefahr entgehen zu können.

Das dritte Exponat das Adrian uns zeigte, war eine riesige Schaukel, an der wir immer zu zweit herausfinden konnten, wie gut wir zusammenarbeiteten.

Zum Schluss des Außenbereichs begleitete Adrian uns an eine, ich möchte es mal kreiselartig nennen, Plattform die sich wippend und drehend mit Körperkraft bewegen ließ. Nach einer wirklich lustigen, aber holprigen Testrunde des Monsterkreisels, gingen wir wieder in das weitläufige Gebäude zurück um dort ein Tastlabyrinth, welches in absoluter Dunkelheit lag, einen Kälteraum, der so kalt war, dass kochendes Wasser auf der Stelle zu Schnee wird, und einer Dunkelbar die beeindruckenderweise von einem blinden Barkeeper betrieben wird, mit allen uns bleibenden Sinnen  zu bestaunen.

Die Führung endete anschließend leider schon, jedoch wurde uns die Möglichkeit geboten, das komplette Haus und Areal auf eigene Faust zu entdecken und zu erleben. Wir sahen noch einige kleine wissenschaftliche Exponate, wie zum Beispiel einen Wasserstrudel, den wir selbst erzeugen konnten, ein Pendel, das seine Bewegungen im Sand abzeichnete und, was mir am meisten in Erinnerung blieb, Geruchserlebnisse in Sprühflaschen. Die Duftnoten reichten von Rose über Fichte, Zimt und Ouzo bis hin zu FUSS…. Ja FUSS. Die Überraschung über die Duftnoten, die man nicht vorher einsehen konnte, prägte sich schlagartig ins Gedächtnis ein.

Nach einem aufregenden Tag voller neuer Eindrücke verließen wir gemeinsam Das Haus der Sinne, welches seinen Namen redlich verdient hat. Dieses Museum ist eine Reise wert.

Patricia Kreuser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



01.03.2012