Berufsbildende Schule Bingen



Ein Ausflug nach Rüsselsheim!

Die Klasse der HBFO10c auf Spionage bei Opel!

12.03.2012...

 

Im Rahmen des Unterrichts im Lernbereich 5 erhielt die HBFO10c folgenden Auftrag von ihrer Lehrerin Frau Ikert:

Unser fiktives Unternehmen, die  FischerRAD GmbH, welche Fahrräder herstellt, hat erhebliche Probleme in der Produktion. Diese haben in letzter Zeit eine stärkere Anfrage für Fahrräder erhalten, sodass sie mit der Produktion von Fahrrändern nicht mehr nachkommen. Bei der Ideenentwicklung zu einer notwendigen Re-Organisation der Produktion soll die Klasse die Auszubildende Melanie Schmuck der FischerRAD GmbH unterstützen.

Und wie beschafft man sich am besten Pläne oder Ideen für eine effektivere Produktion eines fiktiven Unternehmens?

Natürlich in dem man in anderen Unternehmen spioniert!

Also nahmen die Schüler eine kleine "Industriespionage" als Vorwand und besuchten das Opelwerk in Rüsselsheim, selbstverständlich offiziell und nicht verdeckt!

So trafen sich alle um 11:40 Uhr pünktlich am Bahnhof in Bingen und traten die Reise an. Ganz zur Verwunderung einiger Schüler hatten alle den Weg gefunden und keiner hat den Zug verpasst. Nach ca. 40 Minuten Fahrzeit kamen wir wohlbehalten in Rüsselsheim an. Im Opel Forum wurden alle von einem Tourguide begrüßt und mit Kopfhörern ausgestattet. Diese ermöglichten es den Schülern auch bei erhöhter Lautstärke im Produktionsbereich den Ausführungen des Tourguides zu folgen. Dieser nette Herr begleitete die Klasse auf der Erkundungstour durch das Opelwerk.

Die erste Station war ein Kinosaal, in dem ein kurzer Film über die Entstehung des Unternehmens gezeigt wurde. In der anschließenden Tour wurde die Klasse mit einem Bus über das Betriebsgelände von Station zu Station gefahren. An den unterschiedlichen Stationen auf dem Betriebsgeländer des Opelwerkes wurden die Schüler inspiriert zu neuen Produktionsschemen für die FischerRAD GmbH. Fleißig notierten die Schüler erste Ideen und interessante Informationen. Hauptsächlich wurden die Fahrzeuge im Fließfertigungsverfahren hergestellt, in dem ein Arbeiter immer eine bestimmte Aufgabe übernimmt. Dabei fährt eine Box, die mit den anzubringenden Teilen bestückt ist am Band mit und die Werkzeuge sind an einer Stange über den Arbeitsplätzen montiert, sodass den Mitarbeitern alle Materialien rechtzeitig zur Verfügung stehen. Zu beobachten war allerdings auch, dass einige Arbeitsschritte voll automatisiert erfolgen. Wie von Gespensterhand mit unglaublicher Präzision werden diese Arbeiten von Industrierobotern übernommen, die insbesondere im Rohkarosseriebau eingesetzt werden.

Die Tour endete im Oldtimer Museum von Opel. Dort konnten tolle alte und skurrile Fahrzeuge entdeckt werden. Vor der Verabschiedung erhielt jeder noch ein kleines Päckchen Gummibärchen als Geschenk. Diese wurde aufgrund des aufkommenden Hungers nach einem solch langen Tag gerne angekommen und sofort verzehrt.

 

In der folgenden Unterrichtsstunde wurden die gesammelten Informationen ausgewertet und Ideen zur Re-Organisation der Produktion der FischerRAD GmbH entwickelt, welche anschließend der Auszubildenden Melanie Schmuck vorgestellt wurden. Diese zeigten, dass ähnlich wie bei Opel eine Fließfertigung bei der Herstellung der Fahrräder sinnvoll erscheint. Mit dieser kann die FischerRAD GmbH nun die Produktion steigern und der Nachfrage nachkommen.

 

(Marvin Kemmer, Schüler der HBFO10c und

Martina Ikert, betreuende Studienreferendarin) 



23.05.2012