Berufsbildende Schule Bingen



Die Binger Fachlehrer äußern sich zum den Umstrukturierungsplänen

SCHULENTWICKLUNGSPLAN Binger Fachkonferenz Elektrotechnik kritisiert scharf die Pläne der Kreisverwaltung

Dieser Artikel erschien am 2. Februar 2013 im Lokalteil Bingen der Allgemeinen Zeitung:

(eml). In die inzwischen lange Reihe der Kritiker der geplanten Umstrukturierung an den Berufsbildenden Schulen (BBS) im Landkreis und der Stadt Mainz hat sich nun auch die Fachkonferenz Elektrotechnik an der BBS Bingen eingereiht. Es gebe zahlreiche Aspekte, die gegen die Pläne sprächen, die aber in der öffentlichen Diskussion kaum beachtet werden, hebt die Fachkonferenz heror. Die Pädagogen kritisieren vor allem, dass mit den Plänen die elektrotechnische und informationstechnische Kompetenz im Landkreis und speziell am Standort Bingen verloren gehe. „Darunter leiden Schüler, Betriebe und Fachhochschule“, heißt es in einer Stellungnahme. Zugleich handele es sich um eine Verschwendung von Steuergeldern, da hochwertige Laborausstattungen ungenutzt blieben. Zugleich bestreitet die Fachkonferenz, dass durch die Umstrukturierung wie von Seiten des Landkreises behauptet wird, der Standort Bingen eine Stärkung erfahre. Ganz im Gegenteil werde durch den beabsichtigten Schulentwicklungsplan die BBS Bingen Schüler verlieren. Die Schule sei „mittelfristig in ihrer Existenz gefährdet“, warnt die Fachkonferenz. Deshalb seien auch die vorgelegten Zahlen und Zuordnungen „unvollständig und unstimmig“. „Die isolierte Betrachtung von Pflicht- und Wahlschulen ist infrastruktur- und personalbezogen unsinnig, pädagogisch unbegründet und teuer“, heißt es. „Anstatt einer nach Kompromissen verwaschenen Reform, die ihre eigentlichen Ziele (Entlastung der Mainzer BBS wegen Finanznot der Stadt Mainz) völlig aus dem Blick verloren hat, zuzustimmen, sollte die Umsetzung gestoppt werden“, fordern die Pädagogen.



03.02.2013