Berufsbildende Schule Bingen



Die BBS Bingen unterstützt „Ärzte ohne Grenzen“

Oder: „Was kostet ein Haus in Äthiopien?“

Ende Mai hatte die BBS Bingen zum Binger Benefiz-Open-Air-Fest zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti, China und Chile in den Park am Mäuseturm eingeladen. Am 8. September wurde nun der Erlös von 1.800 Euro an die Nothilfeorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ übergeben. Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Manfred Hund überreichte den Scheck an Dr. Alexander Mentel von „Ärzte ohne Grenzen“.

Dr. Mentel gab im Rahmen der Übergabe einen interessanten Einblick in die Arbeit der Nothilfeorganisation und die Einsätze, an denen er bereits teilgenommen hatte. Durch entsprechende Beispiele aus seinen Einsätzen in Äthiopien und dem Grenzgebiet von Kenia konnte er den Wert der Spende für „Ärzte ohne Grenzen“ anschaulich verdeutlichen.

Bei ihren Einsätzen sind die „Ärzte ohne Grenzen“ immer auch auf die Unterstützung von einheimischen Kräften angewiesen. Da ein Arzt in Äthiopien im Durchschnitt umgerechnet 200 bis 300 Euro verdient, kann sein Einsatz mit einer solchen Spende längerfristig gesichert werden.

Auch für die Bereitstellung von notwendigen Infrastrukturmaßnahmen kann das Geld eingesetzt werden. So kostet der Bau eines Hauses nach äthiopischem Standard, das für die Durchführung von ärztlichen Untersuchungen benötigt wird, umgerechnet etwa 100 Euro und ist nach einer Woche abgeschlossen.

Dr. Mentel brachte daher seine Freude über die Höhe der Spende zum Ausdruck und konnte den Anwesenden versichern, dass das Geld in einem nächsten Hilfseinsatz zugunsten der Erdbebenopfer eingesetzt werde.

Bei der Spendenübergabe an der BBS Bingen (v.l.): Stefan Eckart (Schülervertreter), Peter Kloninger (Förderverein-Vorstand), Manfred Hund (Förderverein-Vorsitzender), Heike Halfer (Förderverein-Vorstand), Dr. Alexander Mentel (Ärzte ohne Grenzen), Michael Kostelnik (Verbindungslehrer) und Johannes Olliges (Schulleiter).



04.10.2010